Ein E-Ink-Display braucht nur Strom, um das Bild zu wechseln – nicht, um es weiter anzuzeigen. Zusammen mit einem Rahmen, der die meiste Zeit im Tiefschlaf ist, kann MelonFrame deshalb monatelang mit einer Akkuladung laufen.

Strom braucht es nur für den Bildwechsel
Ein LCD-Bildschirm muss jede Sekunde mit Strom versorgt werden, in der er etwas anzeigt: Die Hintergrundbeleuchtung ist an, und jedes Pixel wird aktiv gehalten. Schaltet man ihn aus, ist das Bild weg.
E-Ink – auch E Ink Spectra™ 6, das Display in MelonFrame – ist bistabil. Beim Bildwechsel bewegt eine kurze Folge von Spannungsimpulsen geladene Farbpigmente in jedem Pixel nach vorne. Sind sie an ihrem Platz, braucht es nichts mehr – die Pigmente bleiben, wo sie sind, und das Bild bleibt sichtbar, ohne dass das Display Strom braucht. Bei MelonFrame dauert das etwa 20–30 Sekunden, und der Bildschirm blinkt dabei: Die Pigmente werden zurückgesetzt und neu angeordnet.
Tiefschlaf: sehr wenig Strom
Das Display selbst braucht keinen Strom, um das Bild zu halten, aber die Elektronik des Rahmens – der kleine Computer im Inneren, seine Uhr und sein WLAN – braucht noch eine winzige Menge. Zwischen den Bildwechseln geht MelonFrame in den Tiefschlaf: Das WLAN ist aus, und der Stromverbrauch sinkt in den Mikroampere-Bereich – tausendfach weniger als im Wachzustand. Zu den im Zeitplan eingestellten Zeiten wacht er von selbst auf, wechselt das Bild und schläft wieder ein.
Weil der Rahmen die meiste Zeit schläft, ist er für die App nicht sofort erreichbar. Um neue Bilder zu senden oder Einstellungen zu ändern, wecken Sie ihn zuerst: Drücken Sie die Wake-Taste auf der Rückseite oder tippen Sie zweimal auf die Vorderseite des Rahmens. Danach bleibt er lange genug wach, damit sich die App verbinden kann.
Was das in Zahlen bedeutet
Ein gängiger LCD-Bilderrahmen verbraucht im Betrieb etwa 5 Watt. Den ganzen Tag eingeschaltet, sind das rund 30–45 kWh pro Jahr – etwa so viel, wie ein Kühlschrank in ein bis zwei Monaten verbraucht.
MelonFrame hat einen 4000-mAh-Akku (etwa 14,8 Wh), der bis zu sechs Monate hält – je nachdem, wie oft das Bild wechselt. Aufs Jahr gerechnet sind das rund 30 Wh – etwa tausendmal weniger Energie als ein ständig eingeschalteter LCD-Rahmen. In der Praxis heisst das: kein Kabel an der Wand und eine Akkuladung alle paar Monate.
Weniger Strom, weniger Kompromisse
- Kein Kabel: Aufhängen, wo keine Steckdose ist.
- Kein Leuchten: Er erhellt den Raum nachts nicht.
- Ruhig gestaltet: Ein Bild, das wechselt, wenn Sie es möchten – kein Bildschirm, der immer «an» ist.
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